061_Clemens-Sels-Museum in Neuss
(2. Preis, 2003)


Ziel des Wettbewerbs war die Neuordnung des gesamten Museumskomplexes. Er besteht aus einem mittelalterlichen Stadttor und einem solitären Klinkerkubus des Architekten Harald Deilmann, der 1975 als Ersatz für das im 2. Weltkrieg zerstörte Museumsgebäude errichtet worden war. Im Rahmen der Reorganisation sollte die Ausstellungsfläche um 3.400 Quadratmeter vergrößert werden.

Auszug aus der Jury-Beurteilung des Entwurfs von Dirk Lüderwaldt und Wolfgang Raderschall:

"Die Konzeption der Museumsrundgänge ist durch doppelte Anbindung im UG und 1.OG optimal organisiert. Schöne Blickbeziehungen nach außen wechseln mit introvertierten, gut nutzbaren, geschlossenen Oberlicht-Ausstellungssälen ab, die vielfältigste Ausstellungsorganisationen erlauben. Diese Freiheit für die Bespielung des Museums ist konzeptionell gut durchgearbeitet und wird positiv bewertet. Die Ausbildung der Fassaden, die Beiträge zur Museumstechnik, die sorgfältige Komposition von Tageslicht-Ausblicken mit Parkbezug und innerer Museumsorientierung sind von hoher Qualität: Ohne den Altbau zu dominieren, wird ein überzeugendes Ensemble von Alt und Neu zu einem neuen Museum zusammengefügt und gekonnt in die Parklandschaft platziert"