148_Kurhaus Bad Bevensen (1. Preis 2010, Realisierung geplant für 2012)

Bad Bevensen ist ein Kurstädtchen am Rande der Lüneburger Heide. Sein in den kleinen Kurpark eingebettetes Kurhaus entsprach nicht mehr den Erwartungen an ein modernes Kurzentrum. Unser Entwurf sieht einen vielseitig nutzbaren Neubau vor. Wie ein quadratischer Block aus Edelmetall und Glas liegt das neue Kurhaus im Park: leicht schimmernd, die Farben mit Licht und Bewegung zwischen grün, braun und gold changierend, den umgebenden Park reflektierend.

Von weitem ein großer, glänzender Block, erweist sich das Gebäude aus der Nähe als intensiv mit dem Außenraum verzahnte Skulptur: Tiefe Gebäudeeinschnitte ermöglichen Ein- und Ausblicke; Tageslicht gelangt über eine Öff¬nung im Dach tief ins Gebäudeinnere; ein über Eck auskragendes Dach signalisiert ein offenes Haus. Im Innern setzt sich die Materialstimmung des Äußeren fort: Reflektierende Metallflächen, großzügige, verschiebbare Glasflächen, dunkles Holz.

Am Abend scheint festliche Beleuchtung bis weit in den Park hinein, Gläser klingen, Tanzmusik dringt nach außen, leise plät¬schern die Brunnen auf dem Platz... So stellen wir uns die Atmosphäre im und um das neue Kurhaus vor.

Das Kurhaus formiert zusammen mit den bestehenden Gebäuden einen Platz inmitten des Kurparks. Leicht erhöht gegenüber der Auenlandschaft eröffnet sich von hier ein schöner Blick über den Kurpark und auf die Silhouette der Stadt. Alle Wege im Park führen über den Platz, so entsteht ein neues Wegenetz, das alle Parkbereiche miteinander verknüpft. Das Kurhaus mit seinen vielfältigen, über zwei Geschosse angeordneten Funktionen öffnet sich über ein hallenartiges Foyer zum Park und zur Stadt.

Die energetischen Grundlasten werden durch Geothermie-Nutzung gedeckt. Grundsätzlich soll das Gebäude natürliche belüftet werden. Das Atrium dient dazu als Luftbrunnen, der durch geregelte Klappensteuerung die Frischluftversorgung der Innenräume übernimmt.