Realisierungswettbewerb 1999, Ankauf;

Anita Schepp; In Zusammenarbeit mit Wolfgang Raderschall

Jörg Hempel

Auszug aus dem Erläuterungstext zum Wettbewerb:

Ausgangspunkt für die Entwurfsidee sind die charakteristischen Merkmale der Kulturland- schaft im Düsseldorfer Rheinbogen:

die Weitläufigkeit der Flußlandschaft mit den querenden Linien der Verkehrswege die diese Landschaft dominierenden baulichen Orientierungspunkte (Fernsehturm, Brücken etc.) die Großzügigkeit der neugeschaffenen Parklandschaft zwischen Stadtzentrum und dem Hafengelände die Lage an der Schnittstelle von Wohnbebauung und ausgedehntem Industriegebiet mit seinen mächtigen Funktionsbauten die dichte Bebauung unmittelbar um den ehemaligen Handelshafen.

Das neue Quartier an der Speditionsstraße muß diese großmaßstäblichen Zusammenhänge berücksichtigen, um sich als zukunftsträchtiger neuer Stadtteil in dieser Umgebung zu behaupten.

Die hohen Gebäude wirken von nah und fern als Attraktoren im städtischen Raum und stellen eine großmaßstäbliche Verknüpfung mit den markanten Gebäuden der Umgebung her.

Das große Hochhaus am Ende der durch die geradlinige Kaimauer aufgebauten Achse am südlichen Ende des Planungsgebietes und das Hochhaus auf der Spitze der Landzunge ziehen im Zusammenspiel mit dem Fernsehturm ein Dreieck auf, in dem sich der neue Stadtteil entwickelt.

Die kleineren Hochhäuser legen sich weithin sichtbar als zweiter offener Ring um den von den alten und umgebauten Speichergebäuden gesäumten alten Handelshafen und markieren in zweiter Reihe eine neue Stadtkante jenseits der alten Hafengebäude .

Die Gebäude um das südliche Hochhaus übernehmen die kleinmaßstäbliche Verflechtung mit den Bebauungsstrukturen der Nachbarschaft und formulieren das Entree in den neuen Stadtteil.

Bei hoher Grundstücksausnutzung wird der Kontakt zum Wasser auch bis in die Tiefe der Halbinsel aufrechterhalten. Im Gegensatz zum Ufer zum ehemaligen Handelshafen entsteht eine landschaftsbetonte Uferausbildung. Die in unterschiedlichen Winkeln zueinander stehenden Gebäude bilden mit den bestehenden Speichergebäuden im Rücken attraktive, sich zur umgebenden Landschaft öffnende Freiräume. Die die gesamte Stadt durchziehende Parkanlage wird so bis zum neuen Hochhaus fortgeführt. Die Alleeanlagen der Gladbacher Straße werden bis zu diesem Grünzug verlängert. Der Forderung nach verbesserter Durchlüftung des Hafenareals kann so optimal entsprochen werden.