Internationaler Realisierungswettbewerb 2007; 4. Preis

BJosef Verhoff, Anita Schepp; In Zusammenarbeit mit Wolfgang Raderschall

Auszug aus dem Erläuterungstext zum Wettbewerb:

Drei Aspekte kennzeichnen unseren Entwurf:

Die Schaffung eines attraktiven Museumsplatzes als wiedererkennbares Entree zur Modernen Galerie. Die Weiterführung des Konzeptes einer Komposition kubischer Baukörper in der Landschaft. Die Vollendung des bestehenden Museumsrundgangs zu einem anregenden Spaziergang durch die Sammlung.

  1. Museumsplatz

Dieser entwickelt sich in der Breite eines bestehenden Pavillons aus dem neuen Foyer heraus bis an die Baumreihe entlang der Bismarckstraße. Er wird durch das Gebäude für die Wechselausstellung und das Restaurant auf der Westseite begrenzt. Der mit seinem Vordach nahe an die Allee heranrückende flache und dunkle Baukörper und der metallisch schimmernd dahinter aufragende höhere für die ““Galerie der Gegenwart”“ formen eine weithin sichtbare charakteristische Silhouette hinter den Baumkronen entlang der Bismarckstraße.

  1. Baukörper in der Landschaft

Die neuen Baukörper orientieren sich an den Abmessungen und Proportionen der Bestandsgebäude. Ihre Ausbildung führt die ““Regelhaftigkeit der Baukörper”“ und deren ““Ornamentierung mittels Materialeigenschaften”“ fort. Knappe Formen und sorgfältig geschnittene Öffnungen kennzeichnen die beiden langgestreckten Quader unterschiedlicher Höhe.

  1. Museumsrundgang

Das neue Foyer erweitert den Museumsplatz bis tief in das Museumsgebäude hinein. Bereits vor dem Gebäude, spätestens aber mit dem Eintritt in die zentrale Eingangshalle gewinnt man einen Überblick über die Aktivitäten im abgesenkten Saal für die Wechselausstellungen. Das Foyer bietet ausreichend Platz für ankommende Besuchergruppen, der Shop kann getrennt vom Museumsbetrieb direkt vom Museumsplatz erreicht werden. Im Schnittpunkt von Foyer und Querhalle (ehemaliges Foyer) liegt der Informationsstand mit der Kasse. Alle öffentlichen Museumsbereiche werden über Foyer und Querhalle erschlossen: Der Rundgang durch die ständige Sammlung beginnt bzw. endet hier, die Wechselausstellungssäle und der neue Skulpturenhof können unabhängig von der ständigen Ausstellung besucht werden. Beide neuen Säle werden über Oberlichter mit ausgeblendetem Tageslicht versorgt und sind flexibel unterteilbar. Die bestehende Anlieferung auf der Westseite wird ausgebaut zu einer leistungsfähigen Anlage mit direktem Zugang zur neuen Wechselausstellung und einem neuen Transportaufzug in der Fuge zwischen Alt- und Neubau.“