Realisierungswettbewerb nach Auswahlverfahren 2014

Friedrich Prigge

Stadt Drolshagen

Viola Epler

Auszug aus dem Erläuterungstext zum Wettbewerb:

Den bestehenden, eher introvertierten, verschlossen wirkenden Schulgebäuden wird ein offener, pavillonartiger Kubus zur Seite gestellt.

Der neue Baukörper gliedert das Schulgelände in vier Außenräume:

Vor der Schule entsteht eine weitläufige Plaza vor der Eingangsloggia des neuen Schulhauses mit Ausblick über den im Tal liegenden Ort; zwischen der bestehenden Schule und dem neuen Haus entsteht ein geschützter Hof mit einer breiten Freitreppe und einem großen schattenspendenden Baum; vor dem Eßsaal entsteht eine begrünte Terrasse zur Herrnscheider Strasse ; der obere Pausenhof wird durch das neue Gebäude auf der Ostseite räumlich gefaßt, das bestehende “Amphitheater” erhält mit dem überdachten Eingang eine neue “Bühne”.

Aus der bestehenden Topograhie entwickelt sich das Raumgefüge des Gebäudes. Eingefaßt von einer großen Freitreppe im Norden und einer winkelförmig angeordneten Galerie entsteht ein zentraler zweigeschossiger Raum, der sich zum neuen Schulhof öffnet und so den Außenraum optisch und funktional mit in das Gebäude einbezieht. Das so entstehende Forum wird Teil des neu gefaßten Schulhofs, der Hof Teil des neuen Gebäudes. Unterstrichen wird dieser räumliche Zusammenhang durch die gemeinsame Freitreppe für Außen- und Innenbereich. Von hier aus überblickt man den Schulhof, den Forumsraum und das Treiben auf den Galerien zu den Aufenthalts- und Unterrichtsräumen.

Es entsteht eine lebendige, variabel nutzbare “Landschaft”, die den vielfältigen im pädagogischen Konzept der Schule formulierten Anforderungen entgegenkommt:

ein Ort der zwanglosen Begegnung nach und zwischen den Unterrichtsstunden, ein Ort für gemeinsame Aktivitäten, ein Ort aber auch mit Rückzugsmöglichkeiten auf die Galerien, in die anschließenden Aufenthalts- und Unterrichtsräume, auf eine Bank unter dem schattenspendenden Baum, auf die großzügig bemessenen Sitzstufen mit Blick über Schulhof und in das anschließende Tal.

Im besten Fall entsteht so ein Ort, der den Schülern zur Heimat, aber auch über die Schulnutzung hinaus zu einem beliebten Veranstaltungsort für die Bevölkerung wird.