Realisierungswettbewerb nach Auswahlverfahren 2014

Felix Engelhardt

Bundesrepublik Deutschland (BBR Berlin)

Viola Epler

Auszug aus dem Erläuterungstext zum Wettbewerb:

Die Nutzung des terrassierten Grundstücks zur Inszenierung der schönen Ausblicke auf Stadt und Umgebung und der Wunsch des Bauherrn nach einem offenen, einladenden und repräsentativen Haus bilden die Grundlage für unseren Entwurf.

Durch die in Lage und Höhe gestaffelte Anordnung von Kanzlei und Residenz entstehen zwei unterschiedliche Freiräume:

der der Straße und der Stadt zugewandte, leicht aus der Umgebung gehobene Botschaftsplatz, der bei der Ankunft auf dem Botschaftsgelände einen ersten Blick ins weite Tal erlaubt und von dem alle Einrichtungen der Botschaft erschlossen werden; der nach Südwesten orientierte Botschaftsgarten, großzügig ausgreifend und die bestehende Vegetation in den neuen Landschaftsgarten einbeziehend.

Aus dieser fast lieblich anzuschauenden Umgebung wächst das ziegelrote Gebäudeensemble der neuen deutschen Botschaft heraus, gestaffelt dem Hang folgend und dabei immer wieder neue Ausblicke in die Umgebung einfangend. Es wird dabei selbst als plastisch gegliederte, scharfkantige, steinerne Skulptur inmitten der leicht ge- wellten Landschaft sichtbar, ohne jedoch die Umgebung ungebührlich zu dominieren. Die beiden höheren, geometrisch klar geschnittenen Gebäudekörper von Kanzlei und Residenz werden dabei über ei- nen Sockel, der nach Norden in einen den Platz fassenden eingeschossigen Wirtschaftsflügel übergeht, funktional und optisch miteinander verknüpft.

Oberhalb des “Botschaftsplatzes” entsteht so die “Botschafterebene” mit den Büros des Botschafters und seines Stellvertreters und den Fachabteilungen für Wirtschaft, Politik und Kultur. In der Residenz wird diese Ebene durch die repräsentativen Empfangsräume des Botschafters besetzt. Er kann auf die- ser Ebene mit seinen Gästen auf kurzem Weg von seinem Arbeitsplatz in seine privaten Räume in der Residenz wech- seln oder auch, z.B. während eines Empfangs, besondere und interessierte Gäste in sein Arbeitszimmer in der Kanzlei geleiten. Die beiden Hauptgebäude sind dazu so positioniert, daß dabei immer wieder reizvolle Blickverbindungen zwischen Botschaftsgarten und Botschaftsplatz und hinaus in die Landschaft entstehen.